Der Weg vom Ich zum Wir
- Julia Binder
- 12. Aug. 2023
- 2 Min. Lesezeit
Gestern war ich wütend 😤
Gerade eben noch hatte ich beim Design meines ab 2024 verfügbaren NLP-Online-Kurses darüber geschrieben, dass Konflikte und Wut entstehen, wenn Weltbilder zusammenprallen. An sich sind unterschiedliche Weltbilder gänzlich unproblematisch, solange wir
akzeptieren können, dass unseres nicht DAS EINE „richtige“ ist und
mit unserem Gegenüber in einen Dialog über unsere verschiedenen Ansichten treten
So ein Vorgehen trägt dazu bei, dass wir einander einerseits besser verstehen (lernen) und andererseits ein Austausch über ein gutes Miteinander, dass die Bedürfnisse der beteiligten Parteien berücksichtigt, möglich wird.
Ihr fragt euch wahrscheinlich, was genau da gestern Wut/ Ärger in mir hervorgerufen hat. Nun, ich war mit jemandem im Gespräch, mit dem ich mir ausgemacht hatte, dass ich ihn am Nachmittag bei einem Task unterstütze. Sein zeitliches Verständnis hierzu war ein wortwörtliches „nach Mittag“, i.e. direkt nach dem Essen. Ich wiederum habe nach dem Essen beobachtet, dass er mit anderen Dingen beschäftigt ist und ging somit davon aus, dass ich mich demnach auch mit anderen Dingen beschäftigen kann und er mir schon sagen wird, wann es mit unserem Task losgeht. Ergebnis: Ich verschwunden, mit mir beschäftigt. Er im Eindruck, dass ich nicht helfen will/ mich unserer Vereinbarung quasi widersetze und macht den Task alleine. Das Ergebnis daraus könnt ihr euch vermutlich vorstellen… 🤬 - happy waren wir beide nicht darüber… gelinde ausgedrückt.
Solche Dinge/ Missverständnisse passieren und das ist auch ok so. Was ich nur schlecht aushalte, ist eine Positionsstarre danach - nämlich ein beiderseitiges Verharren, dass die eigene Position die „wahre“ ist und die andere im Unrecht. So sind wir aufgrund Zeitmangel leider auseinandergegangen.
Die gute Nachricht : All das ist und war im Nachgang mittels Verbindung (das verbinden, was verbindend ist bzw. eine Geste der Verbindung/ der Versöhnung) und einem Nachgespräch auflösbar. So wie oben beschrieben: Dadurch, dass wir uns erst auf der Ebene der Verbindung/ des Gemeinsamen wiederfanden, konnten wir dann - abgekühlt und ruhig - beide unsere Position erklären und beim jeweils Anderen Verständnis dafür ernten. Auf dieser Basis erst war es möglich gemeinsam Verhaltensanpassungen (auf beiden Seiten) für ein künftig besseres Miteinander zu finden 😊
Ein gutes Miteinander kommt selten einfach so daher, sondern erfordert (laufende) Arbeit - einfach deshalb, weil wir alle so wundervoll unterschiedlich sind. 🌈
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